Naturspiritualität

Jahreskreisfeste

Ein Thema, dass uns sehr am Herzen liegt, welches wir für uns praktiziert haben und jetzt mit euch teilen möchten – Jahreskreisfeste. Sie sind seit Anbeginn eine Verbindung zwischen den Kulturen gewesen. Aus dem Keltentum übergegangen ins Christentum. Zu gleichen Zeit gefeiert in der Nord- und der Südhalbkugel. Unsere Verbindung zur Erde und ihrem natürlichem Lauf mit den Jahreszeiten.

Typischerweise besteht der keltisch-germanische Jahreskreis aus acht Festen, davon vier Sonnen- und vier Mondfeste:

  1. Yule – Wintersonnenwende am 21. Dezember
  2. Imbolc – Frühlingsanfang am 2. Vollmond nach Yule
  3. Ostara – Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. März
  4. Beltaine – Beginn des Sommerhalbjahres am 5. Vollmond nach Yule
  5. Litha – Sommersonnenwende am 21. Juni
  6. Lughnasadh – Herbstanfang am 8. Vollmond nach Yule
  7. Mabon – Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. September
  8. Samhain –  Beginn des Winterhalbjahres am 11. Neumond nach Yule oder 1. November

Wir möchten diese Feste gemeinsam auf traditionelle und neoklassische Weise zelebrieren und laden dich dazu ein!

Vier Elemente Altar in der Natur

Imbolc

Imbolc, auch bekannt als das Fest der Göttin Brigid, lädt uns ein, das wachsende Licht und den Neubeginn zu feiern. Inmitten der noch ruhenden Winterwelt spüren wir die ersten Zeichen des Frühlings: längere Tage, sanftes Erwachen der Natur und die Kraft des Wandels. Dieses Fest symbolisiert Reinigung, Hoffnung und die Möglichkeit, Altes loszulassen, um Platz für Neues zu schaffen. Brigid, die keltische Göttin des Feuers, der Heilung und der Kreativität, begleitet uns dabei mit ihrer Energie und Inspiration. Gemeinsam entzünden wir das innere und äußere Licht, um voller Zuversicht in den neuen Jahreszyklus zu starten.

Beginne deine Reise in den Frühling mit einem Ho’oponopono-Vergebungsritual, um alte Lasten loszulassen und Klarheit zu gewinnen. Dieses hawaiianische Ritual hilft dir, Frieden mit dir selbst und anderen zu finden – eine kraftvolle Reinigung für Herz und Seele. Im Anschluss kannst du ein persönliches Armband aus Naturheilsteinen gestalten, das dich durch das Jahr begleitet. Die Steine symbolisieren Hoffnung, Stärke und Wandel und dienen als Erinnerung an deinen Wunsch nach Leichtigkeit und Erneuerung. So trägst du die Energie von Imbolc stets bei dir und bleibst in Verbindung mit dem Licht und der Hoffnung des Jahresbeginns.

Imbolc Klangmeditation

Ostara

Die Tagundnachtgleiche zu Ostara erinnert uns daran, unser Leben in Balance zu bringen. Wenn du in letzter Zeit zu viel gearbeitet hast, gönn dir mehr Ruhe. Warst du oft zuhause? Dann geh wieder mehr hinaus. Wir können viele Aspekte unseres Lebens ausgleichen: Kommunikation und Stille, Produktivität und Entspannung, Bewegung und Ruhe, kreative und routinierte Aufgaben, Ausgaben und Sparen, Konsum und Schöpfung.

Lade den frischen Frühlingsgeist in dein Leben ein – mit etwas Neuem, Aufregendem, vielleicht sogar Albernem. Ostara ist eine Zeit der Hoffnung und Inspiration, perfekt zum Wünschen, Beten und Manifestieren. Jeder Traum, jede Idee ist wie ein kraftvoller Samen, der in fruchtbare Erde fällt. Nicht alles wird wachsen, aber je mehr du pflanzt, desto mehr Gutes wird entstehen.

Wir zelebrieren an Ostara die Lakshmi Puja. Es ist ein traditionelles indisches Ritual zu Ehren der Göttin Lakshmi, die für Wohlstand, Fülle und Schönheit steht – auf materieller, geistiger und spiritueller Ebene. In dieser Zeremonie laden wir ihre segensreiche Energie ein, um Licht, Glück und harmonischen Fluss in unser Leben zu bringen. Lakshmi erinnert uns daran, dass wahre Fülle nicht nur äußeren Reichtum bedeutet, sondern auch innere Zufriedenheit, Liebe und Dankbarkeit. Mit Mantras, Gebeten und achtsamen Gesten öffnen wir unser Herz für ihre Gaben und schaffen einen heiligen Raum für Neubeginn und positive Transformation.

Lakshmi Puja zu Ostara

Beltaine

Beltane ist eines der vier großen keltischen Jahreskreisfeste und markiert den Übergang vom Frühling in den Sommer. Es ist ein Fest der Fruchtbarkeit, der Leidenschaft und des Lebens in seiner vollen Blüte. Die Natur steht in voller Kraft und alles strebt nach Wachstum und Entfaltung. Beltane lädt uns ein, diese kraftvolle Energie bewusst zu spüren – in uns selbst und um uns herum. Das Feuer spielt dabei eine zentrale Rolle, denn es symbolisiert Licht, Wärme und Transformation. Traditionell wurden in dieser Nacht große Feuer entzündet, durch die Mensch und Tier schritten, um sich zu reinigen und zu schützen.

Beltane ist eine Zeit, in der wir uns mit unserer eigenen Lebenskraft und unserer Schöpferenergie verbinden. Rituale, die das innere Feuer entfachen, stehen im Mittelpunkt dieser Nacht. Eine Möglichkeit ist das gemeinsame Entzünden eines Feuers oder einer Kerze als Zeichen für Erneuerung und Klarheit. Das Springen über die Flammen galt früher als Segen für Fruchtbarkeit, Mut und neue Wege. Auch das Tanzen um ein Feuer oder einen mit Bändern geschmückten Maibaum gehört zu den alten Traditionen und symbolisiert die Einheit von Gegensätzen – Licht und Dunkel, männlich und weiblich, Bewegung und Stille.

Beltane lädt uns ein, unsere Verbindungen zu feiern – zu uns selbst, zur Natur und zur Gemeinschaft. Die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft spiegeln die Balance des Lebens wider: Das Feuer bringt Licht und Inspiration, die Erde gibt uns Stabilität, das Wasser fließt mit Leichtigkeit, und die Luft trägt unsere Wünsche in die Welt. Rituale mit Kakao, Gesang und Tanz verstärken diese Energien und öffnen das Herz. Der Kakao als Pflanzenmedizin unterstützt dabei, sich auf das Wesentliche zu besinnen und die Freude des Augenblicks bewusst zu erleben. Beltane ist die Einladung, uns mit offenem Herzen dem Leben hinzugeben, unsere Kreativität zu entfalten und voller Vertrauen den Sommer willkommen zu heißen.

Altar des Südens an Beltane

Litha

Litha, auch Sommersonnenwende genannt, markiert den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Es ist die Zeit, in der die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und die Natur in voller Blüte steht. Dieses Fest feiert die Fülle, das Licht und die Kraft des Lebens. Litha erinnert uns daran, unsere eigene innere Strahlkraft zu ehren, Dankbarkeit für den Überfluss um uns herum zu empfinden und gleichzeitig bewusst zu werden, dass nach dem Höhepunkt das Rad des Jahres sich wieder Richtung Dunkelheit dreht.

Traditionell werden zu Litha Feuer entzündet, um die Kraft der Sonne zu ehren und Schutz für die kommende Zeit zu erbitten. Viele Menschen tanzen um das Feuer, flechten Blumenkränze oder legen Kräuter in die Glut, um sie zu segnen. Auch das Sammeln von Heilkräutern ist an diesem Tag besonders beliebt, da ihre Kraft jetzt am größten sein soll. Ob alleine oder in Gemeinschaft – Litha-Rituale laden dazu ein, bewusst loszulassen, was uns nicht mehr dient, und unsere Wünsche für die zweite Jahreshälfte zu bekräftigen.

Altar der vier Elemente

Lughnasadh

Um Anfang August herum finden in verschiedenen Kulturen Feste statt, die den Herbstbeginn markieren. Z.B. Lughnasadh bei den Kelten, Lammas und Erntedankfest im Christentum, Pachamama Raymi oder Festival der Mutter Erde in Peru.

Lughnasadh (ausgesprochen „Luu-na-ssah“), das keltische Erntedankfest, markiert die Zeit, in der die ersten Früchte des Jahres geerntet werden. Es ist ein Moment der Reflexion und Dankbarkeit, in dem wir uns bewusst machen, was in diesem Jahr in unserem Leben „gefruchtet“ hat. Diese Zeit lädt uns ein, innezuhalten und darüber nachzudenken, welche Ziele wir erreicht, welche Beziehungen wir gepflegt und welche inneren Wachstumsprozesse wir durchlaufen haben. Es ist auch eine Gelegenheit, Dankbarkeit zu empfinden für all die Fülle, die uns in diesem Jahr zuteilwurde, und uns der Zyklen der Natur bewusst zu werden, die uns in ihrem Rhythmus beschenken.

Shri Adi Bhumi Devi

Das Ritual des Lughnasadh ist eine tiefe Geste des Dankes an Mutter Erde, die uns mit allem versorgt, was wir zum Überleben brauchen. In dieser Zeit des Überflusses erinnern wir uns auch daran, dass wahres Glück nicht von der Menge des Besitzes abhängt, sondern von der Wertschätzung dessen, was wir haben. Es ist ein Moment, um mit weniger zufrieden zu sein, um die Einfachheit und Schönheit des Lebens zu ehren, und um im Einklang mit der Natur zu leben, die uns nährt und behütet. Indem wir uns in Dankbarkeit üben, stärken wir die Verbindung zu unserer Umwelt und zu den uralten Traditionen, die uns lehren, achtsam und respektvoll mit den Gaben der Erde umzugehen.

Mabon

Mabon, das Fest der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, markiert den Moment, in dem Tag und Nacht in perfektem Gleichgewicht stehen. Es ist ein Zeitpunkt der Harmonie und Ausgeglichenheit, an dem das Licht und die Dunkelheit gleichermaßen die Welt durchdringen. Dieser Augenblick des Gleichgewichts erinnert uns daran, dass beide Aspekte des Lebens – das Helle und das Dunkle – gleichermaßen wertvoll sind und ihren Platz haben. Mabon lädt uns ein, innezuhalten und die Balance in unserem eigenen Leben zu reflektieren.

In der Vorbereitungszeit auf den Winter ermutigt uns Mabon dazu, das Licht im Herzen zu kultivieren. Während die Tage kürzer werden und die Dunkelheit zunimmt, wird das innere Licht umso wichtiger. Dieses innere Licht steht für Hoffnung, Wärme und Mitgefühl, die uns durch die kalten, dunklen Monate begleiten sollen. Es ist eine Zeit, sich bewusst zu machen, was wir haben und wie wir es nutzen können, um gestärkt und mit einem warmen Herzen durch den Winter zu kommen.

Labyrinth – der Weg nach Innen

Gemeinschaft und Gemütlichkeit spielen eine zentrale Rolle bei den Mabon-Feierlichkeiten. Eine Kakaozeremonie verkörpert den Geist von Zusammenhalt und Harmonie. Durch das Teilen dieses heiligen Getränks wird die Idee genährt, dass sich Freude und Dankbarkeit vermehren, wenn sie gemeinsam erlebt werden. Diese Zeremonie betont die Bedeutung von Gemeinschaft in der Vorbereitung auf die dunkleren Tage des Jahres und stärkt das Gefühl der Unterstützung und des Zusammenhalts.

Samhain

Samhain gilt als eines der wichtigsten Feste im keltischen Jahreskreis. Am 31. Oktober wird das Ende der Erntezeit gefeiert, und die Natur bereitet sich auf den Winter vor. In dieser Nacht soll der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders dünn sein. Es ist eine Zeit der Reflexion, des Loslassens und der inneren Einkehr. Die Kräfte des Wandels sind spürbar, und viele nutzen dieses Fest, um ihre eigene Transformation und Erneuerung bewusst zu gestalten.

Samhain ist auch als Ahnenfest bekannt, eine Gelegenheit, sich mit den verstorbenen Vorfahren und den Wurzeln unserer Familie zu verbinden. Unsere Vorfahren prägen uns durch ihre Erfahrungen, Entscheidungen und Lebenswege – sowohl durch das vermeintlich Gute als auch das Schlechte, das sie hinterlassen haben. Ihre Weisheit kann uns Orientierung geben, doch auch die Lasten, die sie getragen haben, begleiten uns oft unbewusst. Rituale wie das Entzünden von Kerzen oder das Aufstellen von Gaben ehren nicht nur ihre Stärken, sondern helfen uns auch, die Herausforderungen zu verstehen, die sie durchlebten. Samhain erinnert uns daran, dass unsere Vergangenheit ein wesentlicher Teil unserer Identität ist, und dass es wichtig ist, sowohl die Weisheit als auch die Schatten unserer Ahnen bewusst anzuerkennen und in unser Leben zu integrieren.

Luft Element

Ein Vergebungsritual an Samhain kann nicht nur persönliche Heilung und spirituelle Reinigung unterstützen, sondern auch tief in die Ahnenreihe wirken. Oft tragen wir unbewusste Muster, Glaubenssätze oder emotionale Lasten, die von unseren Vorfahren an uns weitergegeben wurden. Diese Energien können sich als wiederkehrende Konflikte oder blockierende Lebensmuster manifestieren. Durch das Ritual der Vergebung ist es möglich, nicht nur uns selbst und anderen, sondern auch unseren Ahnen zu vergeben – für ungelöste Konflikte oder schwere Entscheidungen, die sich über Generationen hinweg auswirken. Diese tiefe Vergebung öffnet den Raum für Heilung und Transformation, indem wir die Lasten der Vergangenheit loslassen und uns von Mustern befreien, die nicht mehr zu uns gehören. So wird Platz für neue Kraft und Leichtigkeit geschaffen, um unbelastet den Weg in die Zukunft zu gehen.

Samhain Altar

Rau(h)nächte

Die Rauhnächte sind eine magische Zeit zwischen den Jahren, in der wir innehalten und uns neu ausrichten dürfen. Es ist Brauch, 13 Herzenswünsche zu formulieren, die uns im neuen Jahr begleiten sollen. Eine Tasse warmer Kakao unterstützt uns dabei, tief in unser Inneres zu schauen und uns mit unserer inneren Weisheit zu verbinden – ein Moment der Ruhe, in dem wir unsere Träume fühlen und auf die Zeichen des Lebens lauschen können.

Altar Rauhnächte

Yule

Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Doch genau in dieser Dunkelheit liegt die Hoffnung: Ab diesem Moment kehrt das Licht zurück und die Tage werden wieder länger. In vielen Kulturen wird dieser Wendepunkt als kraftvolle Zeit des Übergangs gefeiert. Traditionelle Rituale wie das Entzünden eines Sonnenwendfeuers symbolisieren diesen Übergang. Es ist eine Gelegenheit, das alte Jahr loszulassen, Dinge, die nicht mehr dienlich sind, symbolisch ins Feuer zu geben, und Platz für Neubeginn und Hoffnung zu schaffen. Dieses Ritual schafft Raum für Klarheit, Dankbarkeit und eine Verbindung zu den eigenen inneren Ressourcen.  

Die Wintersonnenwende erinnert uns daran, dass jede Dunkelheit ein Ende hat und jeder Abschluss einen Neubeginn mit sich bringt. Sie lädt uns ein, innezuhalten, uns neu auszurichten und mit einem klaren Blick in die Zukunft zu schauen. In Gemeinschaft gefeiert, entfaltet dieser Moment eine besondere Magie – ein Zeichen der Verbundenheit mit der Natur, dem Leben und der stetigen Erneuerung des Seins.  

Yule Feuer

Termine

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Samhain

31. Oktober 2025
19:00 bis 21:00

Im Programm: Räucherzeremonie, Ho’oponopono Vergebungsritual, Celtic Ecstatic Dance

Vorbereitung auf die Rauhnächte

13. Dezember 2025

18:00-20:00

Im Programm: Kakao Zeremonie, Meditation, 13 Wünsche Ritual