Was ist eigentlich Yoga?
Yoga heisst von Sanskrit übersetzt Harmonie, Einheit und Verbindung.
Yoga ist ein umfassendes 5000 Jahre altes Übungs- und Philosophisystem aus Indien und wirkt auf allen Ebenen des Seins. Körperlich trägt es zur Entspannung und Erholung bei, löst muskuläre Verspannungen und fördert die allgemeine Gesundheit. Durch Yoga erhöht sich deine Lebensenergie und Vitalität. Du wirst konzentrationsfahiger und klarer im Geist. Schlummernde Fähigkeiten kommen zum Vorschein. Und schlussendlich entwickelt ein Gefühl der Einheit.
Der integrale Yoga nach Swami Sivananda (den Alisa und Franzi in einer 700 Stunden Ausbildung gelernt haben) umfasst 6 Wege um Yoga zu praktizieren. Das schöne dabei ist, du kannst eine ganz persönliche Kombination dieser Praktiken für dich zusammenstellen, und diese Kombi auch jederzeit anpassen.
Hatha Yoga – die Tür in die Welt des Yoga
Über die Körperübungen kommen viele Menschen zum Yoga. Aber Hatha Yoga ist nicht nur Körperübungen. Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atemübungen), Ernährung, Entspannung und Meditation/positives Denken gehören alle zu diesem ganzheitlichen System dazu. Asanas machen deinen Körper stark, flexibel und entwickeln ein gesundes Körperbewusstsein. Pranayama bringt dir deinen Atem näher und erhöht die Vitalität. Entspannungstechniken regenerieren deinen Körper, damit er besser den Herausforderungen im Alltag standhalten kann. Durch gesteigerte Selbstwahrnehmung lernst du die Energie-Qualitäten verschiedener Lebensmittel für dich gewinnbringend anzuwenden. Du erfährst die Kraft der aufbauenden Gedanken und der Meditation.
Ziel ist Körper, Geist, Seele und die Sinnesorgane zu verbinden. Du lernst deinen Körper mit all seinen Stärken und Schwächen kennen und übernimmst Verantwortung für dein eigenes Wohlbefinden.
Du kannst Hatha Yoga praktizieren und die Vorteile von Yoga für dich entdecken auch wenn du dich nicht für die indischen Philisophie interessierst.

Kundalini Yoga – steigende Energie
Kundalini Yoga ist ein Yoga der Energie. Es beschreibt den Astralkörper des Menschens mit den Nadis (Energiebahnen) und Chakras (Energiezentren).
Übung: Wenn du diesen Text im Sitzen liest, stelle dich für einen Moment hin. Beine in Hüftbreite. Mit dem Einatmen hebe die Arme über den Kopf. Mit dem Ausatmen beuge dich sanft nach recht. Einatmen – Arme nach oben. Ausatmen – beuge dich nach links. Wiederhole 3-5 Mal für jede Seite. Spüre nach.
Raja Yoga – Meditation und Geisteskontrolle
Raja Yoga befasst sich mit Meditation und mentalen Techniken. Die zentrale These von Raja Yoga ist: „Yoga ist da zur Ruhe bringen der Gedanken im Geist“.
Der Geist ist aber so gemacht, dass er ständig Gedanken produziert, um so um unser Wohl zu sogen. Die Gedanken drehen sich meist um die Vergangenheit oder um die Zukunft. Ziel der Meditation ist es das Warten beiseite zu legen, die Gedanken in den gegenwärtigen Moment zu holen und einfach zu SEIN.
Eine Vielfalt der Techniken bringt dich in die Meditation.
Übung: Konzentriere dich für einen Moment auf deinen Atem ohne ihn zu beeinflussen. Wie fliesst er, langsam oder schnell? Bewegt sich dabei deine Bauchdecke? Sind deine Schultern entspannt?
Karma Yoga – Handeln mit Liebe
Jede Handlung hat eine Ursache und eine Wirkung. Gedanken, Worte und Taten sind alles Handlungen – physische oder geistige. Die Auswirkungen dieser Handlungen können genau so vielfältig sein – in Zeit und in Raum – wir haben aber keinen Einfluss auf diese Ergebnisse. Ziel von Karma Yoga ist es im Sinne des Allgemeinwohls ohne Anhaftung und Erwartung zu handeln.
Übung: Helfe jemandem aus, ohne dafür etwas als Belohnung zu erwarten.
Bhakti Yoga – Alltag spiritualisieren
in Kürze…
Jnana Yoga – Wer bin ich?
Wer bin ich? Wer ist Gott? Was ist der Sinn der Lebens?
Falls du dir schonmal eine dieser Frage gestellt hast, bist du auf dem Weg des Jnana Yoga. Auf diesem Weg kann es helfen die alten Muster und Glaubenssätze zu hinterfragen. Die Erkenntnisse, die du dadurch gewinnst, führen dich dann zu deinem wahren Selbst.
Übung: Überlege, durch welche Eigenschaften definierst du dich selbst – Beruf, Alter, Geschlecht… Und wie würdest du dich fühlen, wenn du diese Eigenschaften nicht mehr hättest?